Interview mit Schwester Irmgard

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MN: Schwester Irmgard, am kommenden Sonntag feiern Sie die „Goldene Profess“.
Zunächst wird am Samstagabend eine musikalische Vesper um 17 Uhr in St. Martini sein. Sonntag feiern sie die Profess mit Gästen und Gemeinde mit der Heilige Messe um halb 10 Uhr. Im Gottesdienst ist auch die Gelübdeerneuerung an Ihrem Jubiläumstag.
Was bedeutet „Profess“ im Leben einer Ordensfrau?

Sr. Irmgard: Am Sonntag feiere ich das 50jährige – also goldene – Ordensjubiläum. Die Profess ist das Ordensgelübde: Ein öffentliches Versprechen und Bekenntnis eines Anwärters in einer christlichen Ordensgemeinschaft. Damit verspricht er, nach den sog. Evangelischen Räten unter einem Oberen und nach der Ordensregel zu leben. Für mich als „Schwester vom Guten Hirten“ heißt das: Hingabe an Gott für mein ganzes Leben in der Nachfolge Jesu Christi, in Armut zu leben, nach Jesu Beispiel gehorsam zu sein und in der Liebe zu ihm ein jungfräuliches Leben zu führen. Das ist die Lebensweise gemäß dem Evangelium, also die „Drei Evangelischen Räte“.
Wir Schwestern vom Guten Hirten legen aber noch ein zusätzliches viertes Gelübde ab, den apostolischen Eifer betreffend: Ich setze mein Leben und meine Kräfte für Leib und Seele der Menschen ein, die unserer Schwesterngemeinschaft anvertraut sind.
„Goldene Profess“ ist also ein runder Jahrestag im Ordensleben, so wie die Goldene Hochzeit nach 50 Jahren.
Eingeschlossen in die Feier ist eine öffentliche Gelübdeerneuerung. Mein Jubiläum feiere ich hier in Erfurt mit der Pfarrgemeinde St. Martini und im Juni in unserem Kloster in Bad Honnef mit meinen Angehörigen und Freunden.

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“Ich weiß, dass ich ins Kloster gehe.
Ich weiß nur noch nicht, wohin!“